Das ComCafé kommt !

ComCafé - mehr Sicherheit beim Lesen und Schreiben

Ab dem 7. Februar wird es jeden Donnerstag Nachmittag im Elbschloss an der Bille etwas Neues geben – das ComCafé.
Es ist ein Projekt für Erwachsene, die das Schreiben und Lesen lernen möchten oder im Schreiben, Lesen, Englisch und Rechnen sicherer werden wollen.Für Elbschloss online sprach Karina Korth mit Annette Kellner, die das Projekt des KoALA e.V. leitet und das ComCafé hier im Nachbarschaftszentrum anbieten wird.

Elbschloss online: Was heißt denn eigentlich ComCafé, Frau Kellner?

Annette Kellner: „Com“ steht für computergestütztes Lernen und „Café“ für netten Kontakt und Entspannung. Es ist kostenlos und kein fester Kurs. In den zwei Stunden Öffnungszeit können sich alle in ihrem Tempo und so lange am Computer beschäftigen, wie sie möchten. Das kann heißen, zuerst am Computer zu sein, sich dann gemütlich zum Kaffee hin zu setzen, danach wieder ein bisschen weiter zu machen oder auch nach Hause zu gehen. Wir stellen Laptops und Kaffeekannen hin, und dann kann es sofort losgehen.

Elbschloss online: Was kann man denn genau machen bei Ihnen?

Annette Kellner: Schön wäre es erstmal, wenn die Menschen die Lust am Lernen wieder entdecken würden. Einige von ihnen kommen mit sehr schlechten Erfahrungen aus der Schule oder vom Arbeitsplatz.
Tja, was kann man im ComCafé machen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmen selbst, was sie sich vornehmen möchten und ich berate sie dabei.
Ich erkläre in aller Ruhe ein sehr gutes Computer-Lernportal (www.ich-will-lernen.de), in dem man jederzeit auch zu Hause weiter machen kann. Es weckt die Lust am Lesen, lässt einen beim Schreiben sicherer werden, frischt Rechnen wieder auf oder macht Mut, Englisch zu lernen.
Und auch Alltagsthemen werden angeboten: Was muss ich beachten, wenn ich umziehen oder mir bei der Bank Geld leihen will? Dabei unterstütze ich die Leute natürlich auch ganz konkret im Umgang mit dem Computer.

Elbschloss online: Was ist die größte Herausforderung in ihrem Projekt ?

Annette Kellner: Oh, ich glaube, die Osterbrooker zum Mitmachen zu bewegen. Ich möchte Menschen finden, die sich mutig sagen: „Ja, ich möchte noch besser werden im Schreiben und Lesen. Ich trau' mich und schau' mir das mal an…“
Und ich brauche auch beherzte Leute, die für das ComCafé werben und andere ansprechen: „Wäre das nicht auch 'was für dich?“ Ich weiß, dass das nicht so leicht ist. Ich weiß aber auch, dass ganz viele Menschen in Deutschland diese Unterstützung brauchen, weil unser Schulsystem sie zu wenig gefördert hat. 7,5 Millionen erwachsene Menschen kommen aus der Schule mit zu wenig Lese- und Rechtsschreibkenntnissen - das sind 14 Prozent!
Für ein Land, das zu den reichsten Industrieländern der Welt gehört, finde ich das alarmierend.

Elbschloss online: Was möchten Sie den Osterbrookern vielleicht vorab noch sagen?

Annette Kellner: Ach, ich möchte sie einfach einladen, am 07. Februar einmal zum Schnuppern beim ComCafé vorbei zu schauen. Das verpflichtet zu nichts und ich kann das neue Angebot noch einmal persönlich vorstellen. Wir werden in gemütlicher Atmosphäre in einer kleinen überschaubaren Gruppe von sechs Personen zusammen lernen und viel Spaß haben. Versprochen!

Elbschloss online: Vielen Dank, Frau Kellner, für das nette, informative Gespräch. Und TOI, TOI, TOI für das Osterbrooker ComCafé !

Annette Kellner: Ich habe zu danken ! Und ich freue mich schon auf die Arbeit im schönen Elbschloss an der Bille.

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